Wechsel an der Ring-Vorstandsspitze

am 7. Dezember 2020 gab Hofrat Prof. Dr. Günther Signitzer seine Funktion als Vorstands-Vorsitzender des Rings Österreichischer Bildungswerke ab. Michael Aichholzer, Geschäftsführer des Kärntner Bildungswerkes, wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Vorstandes gewählt.

Im Rahmen der a.o. Hauptversammlung würdigte Präsident Johannes Hahn das Wirken Günther Signitzers:
„Günthers Geschichte im und mit dem Ring ist eine lange.
Er ist Mitglied der Ring-Bundesleitung seit 1992;
2004 – 2011 war er Ring-Vizepräsident
Am 1. Juli 2011 wurde er aufgrund notwendiger vereinsrechtlicher Umstrukturierungen zum Ring-Vorstandsvorsitzenden gewählt, damit konnte ich mich auf die schöne Rolle des „Präsident“ spezialisieren!
In vielen Funktionen brachte Günther Signitzer sein Engagement als Ring-Vertreter ein: • 2010 – 2012 war er Vorsitzender im Österreichischen Institut für Erwachsenenbildung • Die Funktion des „Kassiers“ der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung bekleidete Günther von 1995 – 2002 • Seit 2017 vertritt er den Ring in der Jury zum Fernsehpreis der Österreichischen Erwachsenenbildung
2015 wurde ihm vom Bundespräsidenten der Berufstitel „Professor“ verliehen.
Im Rahmen des Festaktes „60 Jahre Ring Österreichischer Bildungswerke“ am 9. Oktober 2015 durfte ich ihm die Urkunde überreichen und sein erwachsenenbildnerisches Werk würdigen.

Lieber Günther:
Ich sage DANKE für Deine umsichtige und professionelle Führung des Rings über so lange Zeit.
Du warst da, auch wenn es schwierig war und hattest stets ein offenes Ohr für die Anliegen aller Kolleginnen und Kollegen im Ring.

Heute, am 7. Dezember legst Du nach 9 Jahren die Aufgaben des Vorstands-Vorsitzenden – auch mit etwas Freude und Erleichterung – in die Hände von Michael Aichholzer!

Ich freue mich, dass Du als Präsident des Verbandes Österreichischer Volksbildungswerke noch im Ring-Netzwerk bleibst. Wir werden Deine Erfahrung und Kompetenz auch weiterhin brauchen!“

Anschließend gab es Wünsche unseres Präsidenten an den neuen Vorsitzenden:
„Dir, lieber Michael, gratuliere ich zur Wahl und wünsche Dir für die Tätigkeit als Vorstands-Vorsitzender alles Gute und viel Erfolg! Es sind herausfordernde Zeiten, in denen du diese wichtige Funktion übernimmst.
Die Auswirkungen der COVID-19-Krise werden uns wirtschaftlich, gesellschafts- und demokratiepolitisch noch lange beschäftigen.
Gemeinwesenorientierte Erwachsenenbildung, wie sie im Ring angeboten wird, muss durch Bildungsangebote und Sensibilisierungsmaßnahmen den Menschen „Empowerment“ und Orientierung ermöglichen, ihnen Wissen statt Fake News vermitteln, um der durch die Pandemie verstärkten gesellschaftlichen Polarisierung entgegenzuwirken.“

In seiner „Antrittsrede“ formulierte der neue Vorstands-Vorsitzende folgende Schwerpunkte unserer Arbeit in den nächsten Monaten:

1) Gemeinwesenorientierte Erwachsenenbildung und die Corona-Krise
Die Corona-Krise erweitert die Agenda gemeinwesenorientierter Bildungsarbeit – vor allem aber trifft sie mit ihren Distanz-Imperativen die Gemeinwesenorientierung.
Gemeinwesenorientierung braucht neue Inspirationen sowie entsprechende Begleitung und Weiterbildung der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.
Daraus ergeben sich folgende Arbeitsschwerpunkte: • Schulungen von MultiplikatorInnen für die verstärkte Durchführung von Online-Bildungsangeboten. • Begleitende Maßnahmen zur Erhaltung der ehrenamtlichen Struktur • Entwicklung und Start eines Lehrgangs für gemeinwesenorientierte Erwachsenenbildung, der auch eine NQR-Zuordnung anstrebt.

2) Sicherung unserer Bundes-Subventionen
Wir gehen 2021 in das neunte Jahr, in dem die Bundessubventionen in gleicher Höhe seitens des Bildungsministeriums gewährt werden. Die im Frühjahr beginnenden Verhandlungen für die Leistungsvereinbarungen 2022 zwischen Ministerium und KEBÖ-Verbände werden wesentlich sein.

3) Verstärkte Auseinandersetzung mit bildungspolitischen Fragen im Ring-Vorstand – auch in Vorbereitung des Übernahme des KEBÖ-Vorsitzes September 2021