Kompetenzentwicklung Validierung

Entwicklung von Formaten und Ausbildung der AnwenderInnen

Informelles Lernen und informeller Kompetenzerwerb werden in ihrer Bedeutung für die persönliche, berufliche und politische Bildung immer stärker wahrgenommen. Eine zentrale Aufgabe der Erwachsenenbildung ist dabei, neue Möglichkeiten und Wege für das Erkennen und Anerkennen informellen Lernens und informell erworbener Kompetenzen zu eröffnen. Der Ring Österreichischer Bildungswerke ist seit Ende der 90er Jahre mit der Entwicklung von Formaten zur Erfassung informell erworbener Kompetenzen und mit der Ausbildung der AnwenderInnen der Formate für unterschiedliche Zielgruppen und Bereiche befasst – u.a. für die Bildungs- und Berufsberatung, für Jugendliche, ältere Menschen, Ehrenamtliche/Freiwillige.

Das methodische Grunddesign der Formate

Im Rahmen eines zweiteiligen Workshops (insges. 6 bis 8 Stunden) gelangen die TeilnehmerInnen über das Sammeln und Beschreiben persönlich bedeutsamer Aktivitäten („Was ich mache“) zum Identifizieren und Beschreiben ihrer dabei erworbenen Kompetenzen („Was ich kann“): Von Aktivitäten zu Kompetenzen! Qualifizierte bzw. zertifizierte BegleiterInnen/BeraterInnen unterstützen die begleitete Selbsterkundung der KundInnen, bei der biographisch-narrative Methoden im Mittelpunkt stehen und Prozesse des peer learning einen sehr hohen Stellenwert haben.

Die Ausbildung der AnwenderInnen

Adressaten für die Ausbildung sind Personen, die Beratungs- und Begleiterfahrungen mit der jeweiligen Zielgruppe haben. Die Lehrgänge umfassen Präsenzphasen mit 3 oder 4 Modulen im Gesamtumfang von 30 bis 40 Unterrichtseinheiten (UE) sowie Erprobungsphasen zwischen den Modulen mit einem Äquivalent von 35 bis 40 UE.

Der Ring Österreichischer Bildungswerke ist derzeit mit Entwicklungsarbeit und der Ausbildung von AnwenderInnen in folgenden Formaten befasst:

  • Kompetenzportfolio für Freiwillige
  • Kompetenz-Workshop für ältere Menschen (SLIC)
  • Kompetenz+Beratung
  • Kompetenzportfolio für Jugendliche (WIK:I)