KEBÖ-Jahrestagung 2018: „Lernwelt 4.0. Medien. Kompetenz.“

Digitalisierung braucht Weiterbildung. Erwachsenenbildung leistet unverzichtbare Beiträge. WIFI übergibt KEBÖ-Vorsitz an das BFI

In der Rolle als Vorsitzende der Konferenz für Erwachsenenbildung (KEBÖ) lud das WIFI Österreich am 19. September 2018 zur Jahrestagung in die Sky Lounge der Wirtschaftskammer Österreich. Das Programm widmete sich der Zukunft der Erwachsenenbildung in einer zunehmend digitalisierten Welt.

Menschen sind Maschinen überlegen
Wie es das Gehirn schafft, Informationen zu organisieren, zu Wissen zu verarbeiten und so auf neue Ideen zu kommen, veranschaulichte der Hirnforscher und Autor Dr. Henning Beck. Seine Keynote lieferte den Beweis dafür, dass künstliche Intelligenz das analoge, kreative Denken des Menschen in absehbarer Zeit nicht ersetzen wird. „Informationen sind heute permanent verfügbar. Wir dürfen Informationen aber nicht mit Wissen verwechseln.“

KEBÖ-Verbände stärken digitale Kompetenzen
Wo und wie in der Erwachsenenbildung die Gestaltung des Miteinanders zwischen Mensch und Maschine bereits stattfindet, machte ein „Best of“ von Projekten aller zehn KEBÖ-Verbände sichtbar. Wolfgang Hitsch vom Salzburger Bildungswerk stellte das Projekt „Das digitale Klassenzimmer“ vor.

„Diese Projekte zeigen, dass wir analoges und digitales Lernen verschränken und als Stätten des sozialen Lernens die Menschen miteinander vernetzen und in Austausch bringen“, betonte die KEBÖ-Vorsitzende Mag. Alice Fleischer vom WIFI Österreich. Um Menschen weiterhin fit für die digitale Welt zu machen, brauche es gebündelte Anstrengungen von Politik, Wirtschaft und Erwachsenenbildung. Fleischer hob weiters die wichtige Rolle der Erwachsenenbildung als zeitlich längsten Lebens- und Bildungsabschnitt hervor, dem die KEBÖ-Verbände österreichweit mit jährlich 233.000 Veranstaltungen für 4,4 Millionen Teilnehmer/innen Rechnung tragen.  

Staffelübergabe: KEBÖ-Vorsitz wechselt zu BFI
Die Übergabe des Staffelholzes durch Alice Fleischer an den Geschäftsführer des Berufsförderungsinstituts (BFI), Dr. Michael Sturm, symbolisierte das offizielle Ende des zweijährigen KEBÖ-Vorsitzes des WIFI.

KEBÖ/APA-Fotoservice/Hörmandinger
Fotograf: Martin Hörmandinger