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Jour fixe Bildungstheorie |Bildungspraxis im Wintersemester 2023/24

Vom Nutzen und Nachteil der Wissenschaftsskepsis für Bildung und Demokratie. Eine Spurensuche in Erwachsenenbildung und Wissenschaft. Teil 1

Skepsis und Wissenschaft sind mehrdeutig miteinander verbunden. Einerseits ist Skepsis eine Haltung, die untrennbar mit der Ausübung von Wissenschaft verbunden ist. Andererseits kam sie vor allem in den letzten Krisenjahren in Verruf als Bezeichnung für eine Haltung, die wissenschaftliche Erkenntnisse ablehnt bzw. sogenannte alternative Fakten oder auch den Hausverstand als Argumentationsgrundlagen anführt. Dabei sind Wissenschaften immer im Plural zu denken – Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften mit unterschiedlichen Methoden, Zugängen und Funktionsweisen. Zu berücksichtigen ist, dass auch der Wissenschaftsbetrieb politisch und interessengeleitet ist. Dies zeigt sich im Besonderen am neoliberalen Umbau wissenschaftlicher Institutionen, der unter dem Schlagwort der Ökonomisierung von Wissenschaft und Bildung diskutiert wird.

Der Jour fixe Bildungstheorie I Bildungspraxis setzt sich im Jahr 2023/24 mit folgenden Fragestellungen auseinander:

  • Wie steht es mit dem Zusammenhang von Demokratie und Wissenschaft?
  • Wie kann Wissenschaft auf die Demokratie wirken und umgekehrt und wie sind die beiden in ihrer Entstehung verbunden?
  • Welche demokratiepolitischen Auswirkungen kann der Vertrauensverlust in wissenschaftliche Institutionen haben?
  • Wie hängen die Systeme Politik und Wissenschaft zusammen?
  • Und ist Skepsis immer schlecht und nicht auch ein Grundprinzip von Wissenschaft?
  • Und was hat das alles mit Erwachsenenbildung zu tun?

Im Wintersemester 2023/24 wie auch im Sommersemester 2024 thematisiert der Jour fixe Bildungstheorie I Bildungspraxis die Verflechtungen von Wissenschaft, Demokratie und Erwachsenenbildung, sowie Modelle der Auseinandersetzung mit Wissenschaft und Wissenschaftsskepsis in der Erwachsenenbildung.

Programmfolder Jour Fixe Bildungstheorie | Bildungspraxis

Der Jour fixe Bildungstheorie | Bildungspraxis:

Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation zwischen Erwachsenenbildung und Universität, in der das Theorie-Praxis-Verhältnis der Erwachsenen-bildung als lebendiger Diskurs gepflegt wird. Im Zentrum der Diskussions- und Vortragsabende, Expert*innengespräche und Workshops an drei bis fünf Terminen pro Semester stehen offener Austausch, Perspektivenwechsel, theoretische Reflexion und Kritik. Die Reihe ist offen für alle Interessierten.

Konzept und Organisation:

  • Genoveva Brandstetter: pädagogische und wissenschaftliche Leitung im Ring Österreichischer Bildungswerke
  • Barbara Litsauer: Generalsekretärin des IWK, Lektorin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien
  • Amos Christopher Postner: Universitätsassistent am Institut für Bildungswissenschaften der Universität Wien
  • Stefan Vater: wissenschaftlicher Mitarbeiter der Pädagogischen Arbeits- und Forschungsstelle des Verbands Österreichischer Volkshochschulen
  • Veronika Wöhrer: Professorin für Bildung und Ungleichheit am Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien
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