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Denk mal an den Bauernkrieg- OÖ 1626: Meine, deine, unsere Geschichte?

Der Oberösterreichische Bauernkrieg von 1626 resultierte aus Spannungen, die sich über Jahre hinweg aufgebaut hatten: politische Fremdherrschaft, wirtschaftliche Belastungen und Konflikte um den Glauben. Schon zuvor hatte das Frankenburger Strafgericht von 1625 diese Erfahrungen zu einem Ereignis verdichtet, das sich tief in das kollektive Gedächtnis einschrieben hat.

Die Folgen des Krieges reichten weit über die militärische Niederlage hinaus. Repression, Glaubensdruck und Auswanderung prägten ganze Generationen – und wurden später zu einem wichtigen Bestandteil regionaler und evangelischer Erinnerung und Identität.

Wie an den Bauernkrieg erinnert wurde, veränderte sich allerdings immer wieder: mal als illegitimer Aufstand, mal als Kampf gegen Fremdherrschaft, mal als Glaubenszeugnis, später auch als sozialrevolutionärer Befreiungskampf, als national-religiöse Volkserhebung oder als Mahnung zu Toleranz und gegen Gewalt. Schon die unterschiedlichen Erinnerungsorte in Oberösterreich zeigen: Geschichte ist kein fester Besitz, sondern Ergebnis von Aushandlung. Unterschiedliche politische und konfessionelle Gruppen deuteten die Ereignisse jeweils neu und nutzten sie für ihre Gegenwart – bis heute.

Weitere Hintergrundinformationen finden sich hier.

Unsere Veranstaltungsreihe lädt im Rahmen der communale oö 2026 fünf Mal dazu ein, diese vielschichtigen Deutungen miteinander ins Gespräch zu bringen – offen, kontrovers, im respektvollen Zuhören und mit der Leitfrage:


OÖ 1626: Meine, deine, unsere Geschichte?

Kurze Eingangsstatements von Repräsentant:innen aus Politik, Kirchen, Kunst und Kultur am Beginn der einzelnen Veranstaltungen sowie vorformulierte Leitfragen animieren zum Gespräch in Kleingruppen und zu einer moderierten Schlussdiskussion. Den ungezwungenen Rahmen schaffen die Orte, die musikalische Rahmung und eine begleitende Verpflegung.

Sa, 19. September 2026, 15:00-16:30: Bauernkriegsdenkmal Wolfsegg

mit Statements von Hanna Bauer (Studentin der Geschichtswissenschaften), Renate Bauinger (Pädagogin, Leiterin des Evangelischen Museums OÖ in Rutzenmoos), Kilian Hindelang (Obmann der Bergknappen Kapelle Kohlgrube) und Alfred Lang (Obmann der Bauernkammer)

Moderation: Wilhelm Seufer-Wasserthal

Organisiert in Kooperation mit der Gemeinde Wolfsegg, der r.-k. Pfarrgemeinde Wolfsegg und der Pfarre Hausruck Ost

Foto-Credit: ASH Forum

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  • Veranstalter:
    AEBW – Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Bildungswerke in Österreich
  • Veranstaltungs Termin:
    19.09.2026
    15:00 - 16:30 Uhr
  • Anwesenheit:
    Präsenz
  • Kosten:
    die Teilnahme ist kostenlos

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