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Verleihung Staatspreis Ehrenamt 2023

Im Wiener Museumsquartier wurde gestern erstmals der Staatspreis für freiwilliges und ehrenamtliches Engagement verliehen. Der Staatspreis fördert die öffentliche Anerkennung und Wertschätzung von ehrenamtlicher Tätigkeit und zivilgesellschaftlichem Engagement. Das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz und das Bundeskanzleramt vergeben diese Auszeichnung im Jahr 2023 zum ersten Mal.

Beim Staatspreis werden in insgesamt fünf Kategorien jeweils drei Preise vergeben. Zusätzlich vergibt die Jury einen Sonderpreis Freiwilligenkoordination. Insgesamt wurden 16 Projekte und deren Organisationen ausgezeichnet.

Bundeskanzler Karl Nehammer, Sozialminister Johannes Rauch und Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm überreichten die Auszeichnungen – verbunden mit einem Preisgeld von bis zu 5.000 Euro. Die Staatspreise wurden in den Kategorien “Innovation”, “Junges Engagement”, “Partizipation”, “Inklusion” und “Krisenbewältigung” verliehen. Eine Fachjury, bestehend aus Vertreter*innen des Österreichischen Freiwilligenrats und Expert*innen aller Preiskategorien, wählte die prämierten Projekte aus über 200 Einreichungen aus. Relevante Kriterien waren: persönliches Engagement, die Wirkung der Projekte, sowie Gemeinwohlorientierung und Nachhaltigkeit.

Bundeskanzler Nehammer betonte die Wichtigkeit des neuen Staatspreises: „Dieser Preis ist ein Zeichen der Anerkennung und der Wertschätzung. Und er zeichnet aus, was wir als Gemeinschaft sind und was wir als Gemeinschaft leisten können.“

Das Steirische Volksbildungswerk (Mitglied im Ring Österreichischer Bildungswerke) wurde für das Projekt FRAUEN REGION EHRENAMT mit dem dritten Platz in der Kategorie Inklusion ausgezeichnet. Isolde Seirer-Melinz, Geschäftsführerin des Steirischen Volksbildungswerks, nahm mit Manuela Grundner und Gunilla Plank von den murauerInnen den Preis entgegen. Das herausragende Projekt stärkt besonders die Rolle von Frauen im regionalen Vereinswesen.  

Auch Georg Primas, Generalsekretär des Rings Österreichischer Bildungswerke und Genoveva Brandstetter, Pädagogische und wissenschaftliche Leitung im Ring, waren bei der Preisverleihung mit dabei.

Liste der Preisträger*innen:

Kategorie “Innovation”

1. Platz: SToP Stadtteile ohne Partnergewalt vom Verein Autonome Frauenhäuser in Österreich

2. Platz: Füreinand – Österreichs Community für Mitmenschlichkeit von der Caritas Österreich

3. Platz: „Handy, Laptop & Co“ vom Diakoniewerk Salzburg

Kategorie “Junges Engagement”

1. Platz: Youth Leader Academy vom Verein Kicken ohne Grenzen

2. Platz: MACHWAS-Tage: Gemeinsam Gutes tun vom aha Jugendinformationszentrum Vorarlberg

3. Platz: Hobby Lobby – Ehrenamtliches Engagement zur Bekämpfung von Kinderarmut.

Kategorie “Partizipation”

1. Platz: STAR*K Sensibilisierung gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, ein Projekt der Caritas der Erzdiözese Wien

2. Platz: Aufblüherei – Begegnungsraum Garten vom gleichnamigen Verein aus Feldkirch, Vorarlberg

3. Platz: 72 Stunden ohne Kompromiss von der Katholischen Jugend Österreich

Kategorie “Inklusion”

1. Platz: Das Tafelwerk, eine Kooperation von Jugend am Werk und der Tafel Österreich

2. Platz: Alpenverein Inklusiv vom Österreichischen Alpenverein und der Alpenvereinsjugend

3. Platz: Frauen Region Ehrenamt vom Steirischen Volksbildungswerk

Kategorie “Krisenbewältigung”

1. Platz: DoppelPlus vom Klimabündnis Tirol

2. Platz: Steiermark hilft

3. Platz. Team Österreich Tafel vom Österreichischen Roten Kreuz

Der Sonderpreis “Freiwilligenkoordination” ging an pro mente Wien – Sozialbegleitung und Freiwilligenkoordinatorin Bettina Arbesleitner. Koordiniert wurde die Verleihung des Staatspreises von der neuen österreichweiten Servicestelle für freiwilliges Engagement freiwillig-engagiert.at.

Foto © Ring Österreichischer Bildungswerke v.l.n.r.: Bundesminister Johannes Rauch, Staatssekretärin Claudia Plakolm, Gunilla Plank, Georg Primas, Manuela Grundner, Isolde Seirer-Melinz, Bundeskanzler Karl Nehammer

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