58. Fernsehpreis der Erwachsenenbildung
Am 25.6.2026 vergab die Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs (KEBÖ) zum 58. Mal die Fernsehpreise der Erwachsenenbildung. Der Abend im Radiokulturhaus in Wien stand im Zeichen verantwortungsvoller Medien, die sich auch ihrer Wirkung auf ein demokratisches Zusammenleben bewusst sind.
Das betonte auch Heinz Fischer, Bundespräsident a. D. und Präsident des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen. Eva-Maria Holzleitner, die für Erwachsenenbildung zuständige Bundeministerin, unterstrich die Bedeutung der Fernsehpreise: “Es macht sichtbar, wie Wissen, Kultur, Wissenschaft und gesellschaftliche Fragen einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden können.“
John Evers, aktueller KEBÖ-Vorsitzender und Sprecher der Jury, verwies auf die Relevanz der Neuausrichtung der Medienpolitik „mit klaren Qualitätskriterien, guten Arbeitsbedingungen, transparenter Förderung und einer konsequenten Absicherung von Unabhängigkeit als demokratischer Kernaufgabe.“
Im Rahmen der Preisverleihung wurden fünf TV-Produktionen für ihren besonderen erwachsenenbildnerischen Wert ausgezeichnet. UnsereKollegin Barbara Gruber-Rotheneder überreichte den Fernsehpreis für die Dokumentation „Miet-Mafia in Wien: Wie Immobilienhaie Mieter:innen loswerden“ (OKTO/Moment.at).
Neben den fünf Kategoriepreisen wurde auch der Axel Corti-Preis vergeben, mit dem herausragende journalistische Leistungen gewürdigt werden. Überreicht durch Ring-Generalsekretär Georg Primas, ging die Auszeichnung in diesem Jahr an ORF-Korrespondentin Barbara Wolschek. Sie wurde für ihre klare, unaufgeregte Auslandsberichterstattung geehrt, die besonders in einer von Polarisierung und Fake News geprägten Zeit von großem Wert ist. Wolschek appellierte an das Publikum, dem gesellschaftlichen Diskurs durch Zuhören mehr Raum zu geben: „Wann, wenn nicht jetzt?“
Folgende TV-Beiträge wurden in den 5 Kategorien ausgezeichnet:
- Literatur, Kultur und Kunst: „Ohrenschmaus – Literatur für alle“ (ORF/Good Media Solutions).
- Ökonomische, demokratische und politische Bildung: „Miet-Mafia in Wien: Wie Immobilienhaie Mieter:innen loswerden“ (OKTO/Moment.at)
- Wissenschaftsvermittlung, -kommunikation, technische Bildung und Digitalisierung: „Mayrs Magazin“ (ORF)
- Nachhaltigkeit und Zukunftskompetenzen: „Badeschluss – Das Ende der Schwimmbäder“ (ORF)
- Menschenrechte und Gesellschaft: „Zu viel, zu laut, zu Frau“ (3sat/Holy Screen Media).
Mit der Verleihung setzt die KEBÖ ein Zeichen für eine vielfältige, kritische und unabhängige Fernsehlandschaft. Wir gratulieren allen Preisträger*innen und danken allen Nominierten für ihre wichtige Arbeit im Sinne eines demokratischen Wissenstransfers und qualitativ hochwertigen Journalismus!
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