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Hitze, Humus und Gespräche – naturbasierte Lösungen für das Donaufeld

Bei 32 Grad spazierten wir am 25. Juni mit rund 20 Teilnehmer*innen durch das Donaufeld, um zu sehen, wie naturbasierte Lösungen, Bodenschutz und soziales Miteinander das Wien von morgen gestalten können.

Trotz der Hitze war es ein toller Nachmittag: Mehrere Stationen machten durch verschiedene Perspektiven greifbar, wie eng der Erhalt von Freiflächen, Stadtentwicklung und Klimaschutz rund um das Donaufeld miteinander verbunden sind.

Als Vertreter der Bezirksvorstehung Floridsdorf startete Bezirksrat Dieter Preinerstorfer mit dem ersten Beitrag. Er sprach aus politischer Perspektive über sozialen Wohnbau und die Herausforderungen der Stadtverdichtung in Wien, insbesondere über die geplante Stadtentwicklung im Donaufeld.

Danach führte Jan Pech von den Ackerhelden aus, der uns zeigte, wie urbanes Gartln für Nicht-Landwirt*innen erlebbar wird. Auf 25 bzw. 35 m2 großen Miet-Parzellen kann biologischer Ackerbau selbst geerntet, in der Erde gewühlt und biologischer Ackerbau von Grund auf gelernt werden. Die Ackerhelden sind nur eins von mehreren Beispielen für funktionierende Stadt-Landwirtschaft im Donaufeld.

Biologin Margit Spacek von der Initiative Freies Donaufeld zeigte uns beim nächsten Standort, wie wichtig die Freifläche des Donaufelds für die Temperaturregulierung in der Umgebung ist. Anschließend führte sie uns zum Wechselkrötenteich, der trotz der dort lebenden gefährdeten Tierart Gefahr läuft, für eventuelle Wohnbauvorhaben verlegt zu werden.

Agrarpädagogin Kornelia Zipper erklärte bei der darauffolgenden Station im Feld, wie kostbar unser Boden ist und warum Bodenschutz, Stadtlandwirtschaft und Ernährungssouveränität so eng mit Klimaschutz zusammenhängen. Sie plädierte eindringlich für den Erhalt dieses hochfruchtbaren Bodens und wies darauf hin, dass es 100 bis 300 Jahre, bis sich nur 1 cm Humus aufbaut!

Einen spannenden Ausklang fand der Stadtspaziergang dann bei erfrischenden Getränken in der Autofreien Siedlung, einem anschaulichen Beispiel für gelebte Klimawandelanpassung im Alltag. Bewohnerin Gerda Daniel erläuterte die abkühlende Wirkung der vielen Grünräume und Bäume in der Wohnanlage.

Im Spannungsfeld zwischen Stadtentwicklung, Klima- und Bodenschutz im Donaufeld tauschten die Teilnehmenden sachlich unterschiedliche Perspektiven aus. Nach kontroversiellen Diskussionen folgten inhaltlicher und persönlicher Austausch.

Danke an alle Referent*innen und Teilnehmer*innen für das Durchhaltevermögen, die spannenden Einblicke und die wertvollen Dialoge!

Fotos: (c) Schreinlechner/Ring und Zipper


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