Jour fixe Bildungstheorie | Bildungspraxis 2026/27
Ziel des Jour fixe Bildungstheorie | Bildungspraxis ist die kritische Auseinandersetzung mit bildungspolitischen und bildungswissenschaftlichen Entwicklungen, der Austausch zwischen Bildungstheorie, Bildungspraxis und Bildungsforschung, das Kennenlernen konkreter Ansätze und Projekte, der internationale Austausch usw. Jedes Semester steht dabei unter einem anderen thematischen Schwerpunkt.
Themenschwerpunkt im Wintersemester 2026/27:
„Bis hierher und nicht weiter!? Halt und Haltung in der Erwachsenenbildung“
In der Erwachsenenbildung sind Haltung und Haltungsarbeit unter Druck geraten. Inhaltliche Positionen, kritische Reflexion und die Verpflichtung gegenüber Teilnehmenden treten hinter Qualitätsrahmen, institutionelle Vorgaben sowie politischen und finanziellen Druck zurück.
Gleichzeitig soll Erwachsenenbildung Krisen bewältigbar machen, neutral bleiben und zur kritischen Auseinandersetzung befähigen. Im Zwang zur Verwertbarkeit verliert Haltung an intellektuell und emotional an Bedeutung. Sie bietet keinen Halt mehr.
Wenn Erwachsenenbildung Haltung zeigt, kann sie Halt geben. Nicht für alle, aber für jene, die ihn benötigen. Sie muss nicht retten. Aber sie kann Räume für kritisches Denken eröffnen und an ihre Wurzeln in sozialen Bewegungen anknüpfen, die Bildung als demokratisches Recht verstehen. Mit intellektueller Disziplin und praktischer Kreativität kann sie Haltungen entwickeln, die mehr Halt bieten als die gegenwärtigen Bedingungen.
1. Termin: Dienstag, 13.10.2026, 19:00 Uhr
Fachgespräch zum Thema „Halt und Haltung in der Erwachsenenbildung“
Ort: Institut für Wissenschaft und Kunst, Berggasse 17/1, 1090 Wien
Referent*innen:
_Barbara Gruber-Rotheneder (Ring Österreichischer Bildungswerke)
_Angelika Hrubesch (lernraum.wien VHS Wien)
_Barbara Litsauer (Institut für Wissenschaft und Kunst)
_Stefan Vater (Verband Österreichischer Volkshochschulen)
Moderation:
_Jan Niggemann (Österreichisches Institut für Erwachsenenbildung)
2. Termin: Mittwoch, 18.11.2026, 19:00 Uhr
Bildung: Anpassung oder Emanzipation?
Ort: Institut für Wissenschaft und Kunst, Berggasse 17/1, 1090 Wien
Zoom: https://us06web.zoom.us/j/81693073193
Meeting-ID: 816 9307 3193, Kenncode: 834956
Referent:
_Boris Ginner (Politikwissenschaftler und bildungspolitischer Referent der AK Wien)
Ausblick auf die Vortragenden des Sommersemesters 2027
► Mittwoch, 03.03.2027
Jocelyn Dechêne, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich der Erziehungswissenschaft an der Universität Bielefeld
► Donnerstag, 15.04.2027
Ulla Klingovsky, Leiterin der Professur für Erwachsenen- und Weiterbildung an der Fachhochschule Nordwestschweiz
► Mittwoch, 05.05.2027
Rubia Salgado und Gergana Mineva, Mitarbeiterinnen des Vereins „das kollektiv“, kritische Bildungs-, Beratungs- und Kulturarbeit von und für Migrant*innen
► Mittwoch, 26.05.2027
Magdalena Modler El-Abdaoui, Programmleiterin der Bildungshäuser Haus der Begegnung in Innsbruck und St. Michael
Über den Jour fixe Bildungstheorie | Bildungspraxis
Der Jour fixe Bildungstheorie | Bildungspraxis ist eine Veranstaltungsreihe, die 2007 vom Ring Österreichischer Bildungswerke gegründet wurde und inzwischen eine Kooperation folgender Institutionen darstellt:
- Ring Österreichischer Bildungswerke (Barbara Gruber-Rotheneder)
- Verband Österreichischer Volkshochschulen (Stefan Vater)
- Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien (Veronika Wöhrer)
- Institut für Wissenschaft und Kunst (Barbara Litsauer)
- Österreichisches Institut für Erwachsenenbildung (Jan Niggemann)
- lernraum.wien der Wiener Volkshochschulen
Weitere Informationen zu den Programmen und den Veranstaltungen des Jour fixe Bildungstheorie | Bildungspraxis seit 2007 finden Sie hier:
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